E-Wurf
Christin Krause, Dorfstraße 10 a, 25551 Silzen, Tel. 04871-7630151, Mobil 0163-1943636, E-Mail: strathmore-beardies@gmx.de
E-Wurf
9. & 10. Woche
Seite 2
Nach diesem wirklich großartigen Abenteuer brauchten nicht nur die Zwerge einen Tag Pause. ;-) Den letzten, gemeinsamen Tag verbrachten wir mit Sand aus dem Fell der Engelchen bürsten und eine gefühlte Megatonne Sand aus dem Haus zu fegen. ;-) Nachdem alle Engelchen sich wieder in einem vorzeigbaren Zustand befanden, entschieden wir uns dazu, noch mal ein paar schöne Abschlussfotos der Engelchen zu machen. Diese Fotos zieren nun auch die Welpenmappen der Engelchen. Ein Ordner der alle wichtigen Papiere, Informationen und noch ein bisschen Lektüre enthält. Und während die Engelchen, im Anschluss an das fotografieren, dann noch mal ausgiebig ruhten, schoss ich, wie ein wild gewordener Handfeger durchs Haus um noch die letzten wichtigen Dinge, für meine Babys, in ihre Köfferchen zu packen. Meine größte Sorge ist ja immer, dass ich etwas vergessen könnte. (rotwerd) Zudem gibt mir das Packen der Welpentaschen die Möglichkeit mit bestmöglich davon abzulenken, dass der Abschied nun “droht”. Während ich mich nun also bestmöglich mit allerlei geschäftigem Treiben ablenkte, schliefen die Engelchen den Schlaf der Gerechten und schöpften Kraft für ihr wohl größtes Abenteuer. Der Umzug in ihre neuen Familien. Hier nun aber erst noch die letzten Bilder der bezaubernden “E”ngelchen
ENYA
EDDY
WATSON
MALOU
EMILIA
ELIZA
Und dann war er plötzlich da, der Tag des ersten Abschieds. Urplötzlich und viel zu schnell waren 9,5 Wochen vorbei und “meine” Babys sollten nun in ihre neue Familien gehen. Schon beim Aufstehen, morgens, war mir ganz flau im Magen. Sicherlich, ich wusste, dass alle meine Babys voller Sehnsucht in ihren Familien erwartet werden, dass alle meine Engelchen die weltbesten Familien bekommen, dass es ja von vorne herein klar war, dass dieser Tag kommen wird… Aber wenn er dann plötzlich da ist, dieser Tag, dann und wirklich erst dann, wird mir die Endgültigkeit bewusst. Aber… ich bin eine tapfere “Mutti”. Ich orientiere mich an meiner Hundemutti. In diesem Fall an Jeweli. Ihr war schon seit langem bewusst, dass ihre Kinder nun bald ausziehen werden. Mit all ihrer Liebe hat sie die Kleinen groß gezogen und bestmöglich auf ihr Leben als treuer Freund an der Seite eines Menschen, vorbereitet. Und Jeweli sah dem ganzen Auszug entspannt entgegen. Nun, wenn meine Jeweli das kann, kann ich das auch. Oder? Am meisten Sorgen machte ich mir allerdings um unsere kleine Faithi. Sie hatte ja die ganzen Wochen, als weltbeste Nanny überhaupt, die Welpen versorgt, umsorgt und geprägt. Ausgerechnet ein paar Tage vor dem Auszug musste meine kleine Faithi nun auch noch zum ersten Mal läufig werden. Sie nahm aber auch das volle Programm mit. Seufz. Doch scheinbar hatte Jeweli auch Faithi schon darauf vorbereitet, dass die kleinen Engelchen nun ausziehen werden. Denn Faithi blieb ganz entspannt, als die Familien nach und nach eintrafen. Als Erste machte sich, am Samstag Mittag, ENYA auf den Weg in ihr neues Leben. Am Nachmittag folgte ihr dann WATSON. Am Sonntag Mittag zog dann MALOU aus, die Welt zu erobern. Gefolgt von EDDY am Sonntag Nachmittag. Zurück blieben, für eine Nacht noch, Emilia und Eliza. Das war schon recht komisch mit “nur noch” 2 Welpen. So ruhig. Am Montag Vormittag traf dann EMILIAS Familie ein und zog am frühen Nachmittag mit ihr von dannen. Das Schlusslicht bildetet ELIZA. Doch ihr Abschied war nur von kurzer Dauer. Nach nur 4 Tagen kam sie wieder nach Hause. Doch das wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht. Nachdem dann auch ELIZA am späten Nachmittag in ihr neues Leben gestartet war, stand ich vor einem völlig verwaisten Welpenauslauf. Alles sah noch so aus, als wenn die kleinen Racker jeden Moment von draußen wieder rein kämen und weiter spielen würden… Diesen Anblick konnte ich einfach nicht länger ertragen. Und nun konnte ich auch nicht mehr tapfer sein. Die Tränen kullerten einfach von ganz alleine. Meine Babys waren weg… Das ist leider die Kehrseite der Medaille. Die Aufzucht der Welpen macht unglaublich viel Spaß, wenngleich sie auch unheimlich viel Kraft kostet. 9,5 Wochen waren es meine Babys. 24 Stunden am Tag war ich mit ihnen zusammen. Jeden noch so kleinen Entwicklungsschritt habe ich als erste gesehen. Und wenn sie dann plötzlich gehen, man kann sich darauf gar nicht wirklich vorbereiten, dann tut es ganz tief im Herzen einfach weh. Auch wenn ich ganz genau weiß, dass alle “meine Babys” ein wundervolles Leben vor sich haben. Um den Abschiedsschmerz zu verarbeiten und nicht in einer Wunde zu bohren, bauten mein Mann und ich, am gleichen Abend noch den ganzen Welpenauslauf und auch den Spielplatz draußen ab. Danach sah es wieder “normal” aus und nicht so, als wenn die Zwerge jeden Moment wieder rein kämen… Während Peter und ich wie die Irren hin und her rannten um alles zu verstauen, hatten sich Jeweli, Faithi und der Rest des Rudels in allen möglichen Ecken den Hauses ausgestreckt und waren einfach nur froh, dass nun endlich wieder Ruhe einkehrte. Alle Hunde schliefen entspannt und scherten sich einen Dreck um unser wildes Rumgewusel. Sie sind definitiv schlauer als ich, meine geliebten Fusselschnuten und Fellnasen. <3  
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