Ernährung
Die nachfolgenden Erläuterungen, über die Ernährung von Hunden, sollen der Information dienen! Sie spiegeln meine persönliche Einstellung wider. Hier soll niemand “bekehrt” werden. Aber vielleicht regen diese Zeilen den Einen oder Anderen doch dazu an, über die Ernährung seines Vierbeiners nachzudenken. Denn: durch einen “Denkanstoß” kam schon so mancher Stein ins rollen...
Der Hund stammt vom Wolf ab, noch heute besitzt er mindestens 80% der Gene des Wolfes! Der Hund ist, genau wie sein Vorfahre, der Wolf,  ein Karnivor (Fleischfresser), sein Gebiss und sein Verdauungstrakt sind auf das fressen von Fleisch abgestimmt. Der Hund produziert im Vergleich zu Pflanzenfressern nur wenig Speichel. Hundespeichel ist zähflüssig und dient nur als Gleitmittel für die großen Nahrungsstücke, die verschluckt werden sollen. Im Speichel des Hundes befinden sich, im Gegensatz zum Speichel der Pflanzenfresser, keine Verdauungsenzyme. Im Vergleich zu Pflanzenfressern hat der Hund einen wesentlich größeren und dehnungsfähigeren Magen (Sackmagen). Der Hund hat eine stark säurehaltige Magensäure die zu einem großen Teil aus Salzsäure besteht. Durch diese werden Mikroorganismen abgetötet und die Nahrung zersetzt. Magensäure wird beim Hund nur produziert wenn auch tatsächlich Nahrung im Magen ist, - ist keine Nahrung vorhanden kommt die Produktion zum Stillstand. Für die Produktion der Magensäure wird der "Schlüsselreiz" Fleisch benötigt. Auch der Darmtrakt des Hundes ist auf das Verdauen von Fleisch abgestimmt. Fleischfresser haben im Gegensatz zu Pflanzenfressern einen wesentlich kürzeren Darm. Das Verhältnis der Körper- zur Darmlänge beträgt bei Hunden etwa 1: 6,8. Die Darmlänge vieler Pflanzenfresser von ähnlicher Körpergröße ist aber doppelt so lang! Das Verhältnis von Körper- zu Darmlänge liegt bei diesen Tiergattungen zwischen 1:10 bis 1:23. Durch diesen kurzen Darm und die schnelle Verdauung können Bakterien und Keime Hunden nicht so schnell gefährlich werden. Die vollständige Verdauung von Fleisch dauert höchstens 24 Stunden. Durch den kurzen Darm ist der Hund nicht in der Lage rohe pflanzliche Kost zu verwerten, rohes Gemüse würde nur als Ballaststoff gewertet. Wäre der Hund ein Pflanzenfresser würde er also über einen vollkommen anderen Verdauungstrakt verfügen. Der Hauptbestandteil der handelsüblichen Trockenfutter ist Getreide. Was passiert nun, wenn ein Fleischfresser hauptsächlich mit Getreide gefüttert wird? Für den Magen des Hundes fehlt bei einer solchen Fütterung der "Schlüsselreiz Fleisch". Dadurch wird zu wenig Magensäure gebildet und die Nahrung bleibt viel zu lange im Verdauungstrakt. Bakterien werden aufgrund der fehlenden Magensäure nicht richtig abgetötet und haben zudem viel mehr Zeit sich zu vermehren, weil der Nahrungsbrei viel länger im Verdauungstrakt verbleibt. Die Bauchspeicheldrüse ist mit der Produktion der benötigten Enzyme für die Verdauung von solchen Getreidemengen überfordert und es kann zu einer Vergrößerung des Magens kommen. (Vorstufe der gefürchteten Magendrehung).   Hauptbestandteil der Hundenahrung sollte also Fleisch sein.   Würde ein Hund seine Beute selbst erlegen würde er neben dem Fleisch auch die Innereien, inklusive der verbliebenen Nahrungsreste des Beutetieres im Magen-Darm-Trakt, fressen, außerdem einen Großteil der Haut, des Fells und der Knochen. Durch das Fressen des ganzen Beutetieres erhält der Karnivor ausreichend Nährstoffe. Neben Beutetieren würde ein verwilderter Hund, wie auch der Wolf, außer tierischer Nahrung auch einen Teil Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln und Insekten fressen. Der tierische Anteil der Nahrung würde aber immer den größten Teil ausmachen.     Wie sollte eine gesunde Ernährung für den Hund aussehen? B.A.R.F. - Biologisch artgerechte Rohfütterung Die Fütterung beim Barfen besteht also hauptsächlich aus Fleisch! Aber auch aus verschiedenen Gemüse- und Obstsorten, aus Ölen und Fetten, Kräutern und je nach Belieben auch aus Milchprodukten und Ei. Neben Fleisch werden auch Knochen und Knorpel verfüttert. Generell können alle Fleischarten gefüttert werden. Nur bei Schweinefleisch ist Vorsicht geboten. Bis vor wenigen Jahren war Schweinefleisch gelegentlich mit dem Aujetskivirus infiziert. Seit 2003 gilt Deutschland offiziell als aujetzkifrei. Zur Vorsicht sollte Schweinefleisch aber immer nur gut abgekocht verfüttert werden. Wie sieht ein Ernährungsplan bei der B.A.R.F.-Fütterung aus? Die Gesamtfuttermenge setzt sich zusammen aus 80% Tierischen Erzeugnissen und 20% Pflanzlichen Erzeugnissen. Die tierischen Erzeugnisse werden unterteilt in: 50% Muskelfleisch, 20% Pansen/Blättermagen, 15% Innereien und 15% Knochen/Knorpel (Ernährungsempfehlung nach Swanie Simon) Die pflanzlichen Erzeugnisse werden unterteilt in: 75% Gemüse und 25% Obst Die B.A.R.F - Broschüren von Swanie Simon, erschienen im Verlag Drei Hunde Nacht, bieten hier viele weiterführende Informationen und sind auch für “Einsteiger” leicht verständlich. Vorteile der B.A.R.F. Fütterung: kein Zahnstein, kein Mundgeruch, weniger Parasiten, starkes Immunsystem, deutlich kleinere Kotmengen, starke Bänder und Sehnen, verbesserte Muskulatur, weniger Wachstumsprobleme, das Risiko von Magendrehungen wird deutlich reduziert, schönes, glänzendes Fell/ keine Hautprobleme.
Schon seit frühester Jugend galt mein besonderes Interesse der “artgerechten Tierhaltung”. Zu einer artgerechten Tierhaltung gehört ebenso die “artgerechte Fütterung”. So legte ich den Schwerpunkt meiner Ausbildung/Studium auf die Ernährung von Caniden und Equiden. Durch mein Engagement im Tierschutz, bekam ich immer wieder Hunde in Pflege, deren Gesundheitszustand “schwer zu wünschen übrig ließ”. Meist half eine Futterumstellung auf Fleisch sowie die Zugabe der entsprechenden Heilpflanzen und Nahrungsmittelergänzungen, das sich diese “Notfelle” wieder zu aktiven, lebensfrohen und, je nach Schweregrad der Vorgeschichte, gesunden Hunden entwickelten... Schauen Sie sich doch mal in der gesamten Tierwelt um: Nirgendwo auf der Welt, in sämtlichen Zoo´s, Tiergärten, Tierparks oder Zoologischen Gärten, käme man auf die Idee Wildhunde, Wölfe oder Wildkatzen mit Trockenfutter oder industriell gefertigter Tiernahrung zu ernähren. Nein, diese Tiere werden, entsprechend ihrer Natur, mit rohem Fleisch ernährt. Warum müssen dann also unsere “Haushunde” mit dieser “Fertignahrung” gefüttert werden, wo doch ihr Vorfahre, der Wolf, ein Fleischfresser ist. Ist das das Schicksal, das unsere Hunde ereilt hat, weil sie domestiziert wurden? Sind wir, als Hundehalter, nicht verantwortlich für das Wohlergehen unserer vierbeinigen Freunde? Die gesamte Werbung der Futtermittelindustrie spricht doch ausschließlich “das Auge” des Menschen an. Glauben Sie mir: Ihrer Katze ist es völlig egal, ob Sie ihr das Futter mit einem Petersilienstengel kredenzen und Ihrem Hund ist völlig schnuppe, ob sein Menü “an irgendeinem Gemüse” “verfeinert mit irgendwelchen Kräutern” serviert wird. Meist müssen Sie diese, so “wertvollen” Zusätze, eh mit der Lupe suchen gehen... Beobachten Sie ihren Vierbeiner mal bei seiner “natürlichen” Nahrungsaufnahme: Die Katze jagt mit Hingabe eine Maus, die sie dann “mit Stumpf und Stiel” verspeist (das macht eine frei lebende Katze übrigens bis zu 11x am Tag). Und diese Katze ist wahrscheinlich kerngesund, denn in einer Maus ist “alles drin” was die Katze braucht! - Ihre Katze bringt Ihnen auch Mäuse “als Geschenk” mit nach Hause? Freuen Sie sich, sie meint es gut mit Ihnen. Ich persönlich glaube allerdings nicht, dass die Katze damit ihre “Liebe” zeigen möchte. Vielmehr gehe ich davon aus, dass Katze einfach satt war, die Maus aber trotzdem gerne gejagt hat. Und bevor sie etwas so Leckeres verkommen lässt bringt es halt ihren Menschen mit... ;-) Ein Hund bekommt einen schönen, großen Knochen. Wahrscheinlich läuft er damit schnurstracks in den Garten um diese wertvolle Beute in seinem “Versteck” zu vergraben.... Tage später gräbt er diesen Knochen wieder aus und kaut selbstvergessen und genussvoll an diesem, für unsere Menschennase schon ziemlich stinkenden, Knochen herum... Warum? Na, weil es ihm schmeckt!!! Für unsere Fellnase ist dies eine Delikatesse!!! Und es zeigt außerdem, dass seine Urinstinkte noch hervorragend funktionieren. Das Erbe des Wolfs!!! Frisst Ihr Hund gerne mal Pferdekot oder Kuhdung? Was für uns Menschen eklig ist, ist für den Hund ein ganz natürliches Bedürfnis. Meistens liegt allerdings dabei ein Nährstoffmangel zu Grunde. Aber, wie bereits erwähnt, die meisten unserer Hunde verfügen noch über sehr gute Urinstinkte. Der Hund spürt welcher Mangel in quält und er weiß dann auch womit er diesen ausgleichen kann. Ihr Hund frisst immer wieder Gras? Gut so. Denn damit “reinigt” er seinen Magen und Darm. Hätten unsere Hunde heute noch freien Zugang zu einem großen Kräutergarten, sie würden sich immer die passenden Heilkräuter suchen und auch fressen. Urinstinkte!!! Und nun überlegen Sie mal:  Haben Sie schon jemals einen Wolf, Wildhund oder auch Haushund, in der warmen Abendsonne, friedlich äsend in einem Weizenfeld gesehen ??? Womöglich noch in Gesellschaft einer Gruppe Rehe ??? Jeder Hundehalter tut gut daran den Werbungen und Lockungen der Futtermittelindustrie mit einer gesunden Skepsis zu begegnen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten jeden Tag das Gleiche essen. Nur weil irgendein Hersteller behauptet, in dieser “einseitigen” Nahrung wäre alles enthalten, was der Mensch braucht. Würden Sie sich daran halten? Oder wäre diese Form der Ernährung Ihnen zu langweilig? Auch unsere Hunde lieben Abwechslung. Ein Leben lang immer das gleiche Futter vorgesetzt zu bekommen ist bestimmt keine Freude. Nur: Ihr Hund kann sich nicht aussuchen was er essen möchte. Er kann nicht in den Supermarkt gehen und sich das kaufen worauf er gerade Appetit hat. Er ist auf Ihr Wohlwollen angewiesen. SIE bestimmen was in dem Futternapf Ihres Hundes landet!!! Für die meisten Hunde ist die Fütterungszeit DAS “Highlight” des Tages. Machen Sie Ihrer Fellnase dieses Highlight zu einem wirklichen Erlebnis. Bieten Sie ihm Abwechslung um, u.a. auch seine Sinne zu befriedigen. Ich nenne das immer gerne: “Erlebnis-Gastronomie für den Hund” !!! :-D Die Fütterung mit B.A.R.F. ist keine Religion, sondern einfach nur eine artgerechte Ernährung für unsere Hunde, die Fleischfresser sind und es mit Sicherheit auch noch lange bleiben. Denn: die natürliche Evolution benötigt ca. 10 000 Jahre um einen Organismus auf eine komplett andere Nahrung umzustellen. Bedenkt man dabei, dass es Fertigfutter bzw. Trockenfutter erst seit ca. 60/70 Jahren gibt, ist es noch ein langer Weg bis der eigentliche Karnivor sich auf diese Art der Ernährung umgestellt hat. Nun braucht aber jemand, der partout kein rohes Fleisch füttern möchte, nicht gleich verzweifeln. Es gibt auf dem “Futtermarkt” auch durchaus adäquates Fertigfutter (Nassfutter) für Hunde. Dieses stellt eine gute Alternative zur B.A.R.F.-Fütterung dar. Nur, meistens gibt es diese “guten Futtersorten” nicht in einem Supermarkt zu kaufen. Blicken wir jetzt noch einmal kurz über den Tellerrand hinaus: Kühe, Pferde, Schafe, Ziegen usw. werden mit verschiedenen Grasformen gefüttert. Weil es ihre natürliche Nahrung ist! Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster bekommen neben Futtermischungen, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind, frisches Obst und Gemüse, Kräuter u.ä. Weil es ihre natürliche Nahrung ist! Vögel aller Art werden mit Samen, Nüssen, Kernen, Obst und Gemüse ernährt. Weil es ihre natürliche Nahrung ist! Mein persönliches Fazit daraus: Hätte die Natur gewollt, dass der Hund Getreide frisst, wäre er ein HUHN geworden !!!
Christin Krause, Dorfstraße 10 a, 25551 Silzen, Tel. 04871-7630151, Mobil 0163-1943636, E-Mail: strathmore-beardies@gmx.de
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Eine adäquate Alternative zur B.A.R.F. - Fütterung stellt Pet Fit Tiernahrung dar. Auch für Barfer, wenn es einmal schnell gehen muss, eine lohnenswerte Alternative. Keine Umstellungsprobleme, sehr hohe Akzeptanz, geringe Futtermenge aufgrund hoher Nährstoffdichte. Bei Fragen sprechen Sie mich gerne an!