Strathmore Comet
“Conner”
geb. 26. April 1985 gest. 06. März 2014
Rasse: Schottisches Highland Ponie
Stockmaß: ca. 150 cm
Farbe: früher - dark cream dun heute - Schimmel
Mit Conner verbindet mich ein ganz besonderes Band... Er ist für mich so etwas wie mein Seelenverwandter. Schon als kleines Mädchen wünschte ich mir ein Highlandponie. Es sollten allerdings viele Jahre ins Land streichen bevor ich mir diesen Traum erfüllen konnte. 1999 war es dann endlich soweit. Durch Zufall fand ich mein Traumpferd auf einer abgelegenen Weide, eines dubiosen Viehhändlers. Conner war in einem grauenvollen Zustand. Geschunden, verfettet, die Seele am Boden. In seinen Augen trug er das ganze Leid der Welt. Wie konnte man einem so wunderschönen Tier so grausam mitspielen? Mein Löwenherz schlug nur noch für die Rettung dieses armen Geschöpfes. Ich befreite ihn aus seinem Gefängnis und brachte ihn auf meine heimische Weide. Eine sorgenvolle, anstrengende und auch teure Zeit der Rekonvaleszenz und Resozialisierung begann. Durch DNA-Tests konnten wir seine Abstammung nachweisen. Er war erst zwei Jahre zuvor aus Schottland importiert worden. Dort war er ein angesehener und gefragter Deckhengst gewesen! Vor mir aber stand ein WALLACH !!! ??? Was war passiert? Viele Recherchen ergaben dann die furchtbare Wahrheit: In Schottland decken die Hengste immer im Freisprung, laufen mit den Stuten und Fohlen gemeinsam auf einer Weide. Conner war, laut Aussage seines Stammgestüts, ein sehr umsichtiger, charmanter und rücksichtsvoller Hengst. Niemals hat er eine Stute be- oder gedrängt. Immer wartete er mit viel Geduld bis die Stute wirklich Willens war. An einen Züchter in Deutschland verkauft, sollte ihm nun das Schicksal des “Deckens an der Hand” (in meinen Augen eine Vergewaltigung der Stute) widerfahren. Es passierte was passieren musste: Die Stute war noch nicht deckwillig, schlug aus und brach Conner den Unterkiefer. Fortan weigerte sich Conner auch nur in die Nähe eines “Stutenhinterteils” zu gehen... Dadurch sank seine Deckrate natürlich in den Keller und er wurde wertlos für den deutschen Züchter. Aber statt das dieser Conner nun kastriert hätte und als Wallach hätte sein Dasein genießen lassen können, verkaufte er ihn an den SCHLACHTER. Dieser Schlachter aber sah seinen Profit in einem hohen Schlachtgewicht und fing an dieses arme Pony, in einer Box eingesperrt, zu mästen. Nun aber wurde Conner, der nie zuvor eingesperrt war, aggressiv. Er biss und schlug und keiner traute sich auch nur noch in seine Nähe. Schlussendlich betäubte man ihn mit einem Gewehr, kastrierte ihn und schaffte ihn, mittels eines Treckers auf jene abgelegene Weide, auf der ich ihn schließlich fand... 2001 hatten wir es geschafft !!! Conner war wieder vollständig genesen. Seine Seele wieder im Reinen. Vor mir stand das perfekte Traumpferd. Zuverlässig, souverän, mit allen vier Hufen auf dem Boden stehend. Von nun an erlebten wir beide viele, gemeinsame Abenteuer. So war Conner z.B. das erste Pferd, dass die GHP (Gelassenheitsprüfung), in Deutschland mit voller Punktzahl bestand. Wir nahmen an Breitensportturnieren teil, versuchten uns, ziemlich erfolgreich, im Musikschaureiten, bestanden einige Trail-Prüfungen und Horsemanship-Prüfungen. Unsere gemeinsame Leidenschaft aber gehörte dem Wanderreiten. So haben wir gemeinsam etliche Kilometer hinter uns gelegt. Und ich kann Ihnen versichern: nirgendwo fühlt man sich der Natur so nahe wie auf dem Rücken eines Pferdes. Nebenbei machte ich mit Conner noch eine Ausbildung bei einer Reittherapeutin. So konnte Conner auch meinem Gerrit helfen. Irgendwann, Conner war sicherlich schon 4 Jahre bei mir, stellten wir fest, dass Conner auch gefahren war. D.h. er konnte vor der Kutsche laufen. Nun hatten wir ein zweites Standbein. Eine ganz hervorragende Lösung um mit Kindern gemeinsam das Abenteuer Pferd erleben zu können. Wir haben wirklich sehr viel miteinander erlebt und so etwas schweißt zusammen. Heute genießt Conner seinen Ruhestand. Er lebt bei uns hinter dem Haus. Dort hat er seinen Offenstall, einen Paddock und bis zum August 2012 lebte dort mit ihm unser Felix, das Pony meiner Kinder. Felix war ein Exmoorpony. Im Alter von 44 Jahren ging er über die Regenbogenbrücke. Nun haben wir, die Menschen und Hunde, die Rolle seiner Herde übernommen. Conner grast bei uns im Garten oder auf dem Hundeplatz. So ist er immer in unserer Nähe und kann von uns allen “Rund um die Uhr” versorgt werden. Zudem leistet er uns wertvolle Dienste in der Hundegruppe. Da Conner absolut “Hundesicher” ist, können wir mit ihm, an den Hunden, das richtige Verhalten bei Pferdebegegnungen üben. So hat er also immer noch eine Aufgabe. Seine Hauptaufgabe besteht allerdings darin: Er ist zum lieb haben da !!! Ein besonders schönes Abenteuer haben wir übrigens 2002 miteinander erlebt: Ich durfte meine eigenen Hochzeit auf dem Rücken meines Pferdes erleben !!! (Ja, wir haben erst Kinder bekommen und dann geheiratet) ;-) Ich hoffe und wünsche mir, dass Conner noch viele Jahre bei uns bleiben kann, aber wenn eines Tages seine Zeit gekommen ist, werde ich bei ihm bleiben, bis er am anderen Ende der Regenbogenbrücke angekommen ist. Denn dort wird er auf mich warten, das weiß ich ganz sicher! 06. März 2014 Das unfassbare ist passiert... Mein geliebter Freund und Seelenverwandter ist am 06.03.2014, plötzlich und vollkommen unerwartet, über die Regenbogenbrücke gegangen... Am Morgen haben wir noch miteinander gekuschelt, kurz danach begrüßter er Peter noch wiehernd und keine 20 Minuten später war er tot... einfach so, ohne Vorzeichen. Er fiel einfach tot um... Conner ist genau so von uns gegangen wie er immer gelebt hat: auf den Punkt genau, konsequent, unbeirrbar, stolz und mit Würde. Er hat nie halbe Sachen gemacht. Jetzt ist er auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke. Dort wo die Weiden immer grün und saftig sind. Wo es kein Alter und keine Schmerzen gibt. In meinem Herzen wird er ewig leben und ich erinnere mich gerne und immer wieder an all die wunderschönen Jahre die wir gemeinsam hatten. Conner ist mein Seelenverwandter und ich glaube fest daran, dass wir uns wieder sehen und wieder finden werden. Irgendwann. Er wird auf mich warten, auf der anderen Seite, im Regenbogenland. Und bis wir uns dort wieder sehen, wird er auf mich aufpassen, so wie er es immer getan hat. Ein Teil von Conner wird immer bei uns sein. Solange es Strathmore-Beardies gibt wird das Andenken an ihn nie sterben... Running free, geliebter Freund                                                             mi gradhaich a thu
zurück
Christin Krause, Dorfstraße 10 a, 25551 Silzen, Tel. 04871-7630151, Mobil 0163-1943636, E-Mail: strathmore-beardies@gmx.de
nach oben nach oben